Crisis Never Ends Email -
Interview mit Michael Hafner (Bass)
Ihr seit im Moment gerade
fleißig am Songs schreiben. Im Herbst geht’s dann ab ins Studio, eine
zweite
Full Lenght aufnehmen. Das Release ist für Januar 2006 angedacht.
Kannst du mir
mehr erzählen?
Also die Songs für die neue
Scheibe sind quasi geschrieben. Im Moment geht es im Proberaum nur noch
darum
ein paar Feinheiten wie Melodien oder den einen oder anderen Ablauf zu
vollenden. Die Platte ist zu 95 Prozent fertig und wir sind schon
richtig heiß
darauf Ende September wieder ins Studio zu gehen. Wie bei den Aufnahmen
zu
unserer MCD und der ersten Full Lenght werden wir unsere Songs wieder
Vagelis
Maranis von den Maranis Studios in Backnang anvertrauen. Er weiß
einfach genau
wie unser Sound zu klingen hat, und eher würde er sich die Hände
abhacken
lassen, bevor sein Studio eine Aufnahme verlässt, die nicht tight ist.
Von
daher vertrauen wir ihm voll und ganz und freuen uns auf die erneute
Zusammenarbeit.
In den letzten Wochen hat sich ja
auch geklärt, bei welchem Label die neue CRISIS CD erscheinen wird. Wir
hatten
einige Angebote für die Scheibe, doch letztendlich entschieden wir uns
für
BENIIHANA RECORDS, da sie sich einfach super um uns bemüht hatten, und
dazu
auch noch ein richtig faires Angebot gemacht haben. An dieser Stelle
also schon
mal ein Shout-Out an Björn und Dan von BENIIHANA. Ich denke, dass es
für die
Band ein Schritt in die richtige Richtung ist, da wir einfach die
Möglichkeit
haben auf diesem Label zu wachsen. Sollte alles nach Plan verlaufen
wird die Scheibe dann Anfang 2006 erhältlich sein.
Ihr macht schon seit 1997 die
Art von Musik, die heute oft als „Metal-Hardcore-Hype“
verschrien ist..... wie geht’s euch damit?
Ich denke als wir 1997 damit
angefangen haben die Art von Musik zu spielen, lief unser Sound noch
unter New
School Hardcore. Unsere Musik veränderte sich die Jahre über aber immer
mehr
zum Metal. Meiner Meinung nach ist das eine logische Konsequenz daraus,
das wir
alle als Musiker besser geworden sind. Wir wollten bestimmt nicht
irgend
welchen Trends nachlaufen. Es ist halt so, wenn die 16tel Dir auf
einmal tight
von der Hand gehen, Du sie auch unbedingt in einen Song einbauen
willst. Wenn
Du durch jahrelanges Üben auf einmal checkst wie zweistimmige Melodien
funktionieren,
dann musst Du es natürlich auch auf der Bühne zeigen, so einfach ist
das. Ich
denke ohne diese Entwicklung wäre es uns schon längst zu langweilig
geworden
Musik zu machen. Der momentane Hype um Metal-Hardcore hat natürlich
nicht nur
positives. Ich finde, dass es viel zu viel schlechte Bands in diesem
Genre
gibt. Da siehst du Videos von Bands auf MTV die einfach nichts
besonderes haben
und die stehen dann repräsentativ für die Szene. Auf der anderen Seite
kommen
einfach mehr Leute zu den Shows was eine gute Sache ist für die Bands,
die sich
wirklich schon jahrelang den Arsch abspielen, ohne das auch nur ein
Euro hängen
bleibt. Die Sache wird eben nur die sein das, wie alle Trends, die
Welle eben
irgendwann vorbei sein wird, und die ganzen Mitläufer die gestern Hip
Hop,
heute Metal-Hardcore und morgen vielleicht Techno hören wieder weg sein
werden.
Darauf komm ich allerdings klar. Da die neue Scheibe sich aber eher wie
eine
Mischung aus IRON MAIDEN und AT THE GATES anhören wird und nicht wie ein
Mix aus SLAYER und HATEBREED wird der Begriff des Metal-Hardcore auf
unsere
Band bezogen eh überflüssig werden. Ich denke das man es musikalisch
als reinen
Metal bezeichnen sollte. Hardcore
Roots, Metal Skills, Punkrock Attitude, das ist CRISIS NEVER ENDS!
Anfang 2004
hattet ihr einen sehr gewichtigen Line
Up Wechsel. Euer alter Sänger Martin verließ die Band, Heiko Blocher
ist
seitdem euer neuer Mann. Wie kam es dazu?
Nun, wir waren einfach an einem
Punkt angelangt, an dem wir auf der Stelle traten. Martin war in all
den Jahren
seit Beginn der Band immer ein treuer Teil der Besetzung und sehr guter
Freund
gewesen, jedoch entwickelten wir uns immer mehr und er blieb irgendwie
zurück.
Die Band wollte unbedingt etwas erreichen und war einfach zu mehr Opfer
bereit
als er. Wir hatten nie Streit oder so, jedoch muss in einer Band
wirklich jedes
Mitglied 100 Prozent geben, ansonsten kommt man nicht vorwärts. Wir
standen
dann also vor der Wahl die Band aufzulösen oder uns einen neuen Sänger
zu
suchen. Wir saßen dann im Proberaum zusammen und überlegten wer schon
alles wo
gesungen hatte und irgendwie kamen wir da auf ALL RIOT und den Heiko.
Wir luden
ihn dann einfach mal zur Probe ein und alles war richtig tight, von dem
ersten
Moment an. Da wir mit Heiko also relativ schnell einen exzellenten
Ersatz
gefunden hatten, war der Gedanke die Band aufzulösen gleich vom Tisch.
Heiko
brachte einfach neuen Wind in die ganze Sache. Er ist ein „hammers
charismatischer“ Frontmann, passt genau in unsere Assi-Truppe und reißt
sich
wirklich einen Arm aus um die Band zu pushen. Einen besseren Ersatz
hätten wir
nicht finden können, obwohl uns die Trennung von Martin wirklich sehr
schwer
gefallen ist.
Im Januar seid
ihr zwei Wochen auf Europatour aka
„Final Crisis Over Europe Tour“ gewesen. Ihr seid hauptsächlich in
Osteuropa
getourt. Erzähl mal wie war’s?
Unsere Final Crisis Over Europe
Tour hat uns von Berlin über Luxemburg durch die Schweiz, Österreich
und
Slowenien bis nach Belgrad geführt, wo wir überall unsere neue Split-CD
mit
FINAL PRAYER auf PUNCHLINE RECORDS „representet“ haben. Wir haben also
halb
Europa abgegrast, und bis auf eine Show waren alle der Killer.
Besonders in
Serbien und in Slowenien waren unsere Shows unvergesslich. Ich habe den
Eindruck, dass die Leute dort einfach noch um einiges mehr sich
begeistern
können für die Bands und sich wirklich von ganzem Herzen auf den
Auftritt
freuen. Allerdings waren die Shows mit unseren Buddies von CATARACT und
TEAMKILLER in Gleisdorf und FINAL PRAYER in Berlin auch Nächte, die in
Erinnerung bleiben werden. Für uns waren das zwei unvergessliche Wochen
und ich
denke es hat uns um einiges zusammengebracht als Band. Es steht im
November
auch schon die nächste kleine Tour an, so watch out for shows near your
town!
Ihr fünf kommt von sehr
unterschiedlichem musikalischen Background: Metal Hardcore und Punk.
Wer
schreibt die Songs? Wie funktioniert das zusammen?
Mann kann schon sagen, dass wir
aus verschiedenen Ecken der Musik kommen, so ist der Sascha einfach ein
alter
Punker, Jürgen ein Diehard METALLICA Fan, Stefan und ich mehr aus der
Hardcore
und Rock Ecke und der Heiko ein gnadenloser Mosh-Metal Freak. Ist jetzt
zwar
ein wenig vereinfacht gesagt, doch irgendwie ist schon was dran.
Zwischen
diesen Stilen gibt es aber Überschneidungen und das ist im Endeffekt
unser
gemeinsamer Nenner für die Band. Im Prinzip lieben wir einfach alle
Musik zu
hören, spielen und letztendlich zu erschaffen. Wir leben für Musik und
die
Band, geben unsere letzte Kohle für einen neuen Verstärker aus, auf die
Gefahr
hin das die Freundin Schluss macht, weil man in den letzten Fetzen
rumläuft,
nur um Geld für die nächste Gitarre zu sparen. Im Proberaum läuft es
dann
meistens so ab das der Stefan mit einem Riff ankommt und dann gibt
jeder seine
Ideen dazu. Auf der neuen Platte gibt es allerdings auch Songs, die
komplett
von Stefan oder von mir geschrieben wurden.
Ihr habt sehr lange Texte, die
sich wahrlich mit krisenhaften Zuständen beschäftigen..... ist euer
Bandname
Programm?
Irgendwie ist schon etwas dran. Ich
meine würde ich
jeden Morgen mit einem Grinsen über beiden Ohren aufwachen, würde ich
nicht
solche Texte schreiben und in einer Metalband spielen. Es ist eben ein
Weg mit
seinen Gefühlen umzugehen und sie in eine Form zu bringen, in der man
sie nach
außen tragen kann. Dafür sind Songtexte ideal. Das ist meine Art und
Weiße wie
ich Dinge verarbeite und deshalb werden die Lyrics von CRISIS NEVER
ENDS immer
persönlicher Natur sein. Sind wir doch mal ehrlich, die besten Lieder
die es
gibt handeln nun mal von gebrochenen Herzen. Es ist irgendwie weniger
mein Ding
über politische oder weltanschauliche Dinge zu schreiben. Ich denke das
so was
oft zu komplex ist für einen Songtext, da man die Sachverhalte dann
meistens zu
sehr vereinfacht.
Ihr spielt noch ein paar
Festivals diesen Sommer.... Was geht sonst noch?
Wir haben schon auf dem Mosh’n
Roll sowie dem Born in Flames Festival gespielt. Als nächstes steht
dann das
Sucks’n Summer Festival an, auf das wir uns sehr freuen. Ansonsten
werden wir
im November zwei Wochen auf Tour gehen und noch jede Menge Einzelshows
im
Herbst spielen. Gebucht werden wir seit neuestem von Penguins Collapse
Booking.
Ist jetzt brandneu am Start und ins Leben gerufen von Sinan von For
Heaven’s
Sake. Unterstützt den Shit! Dieses Jahr ist echt busy. Platte
aufnehmen, an die
fünfzig Shows spielen und noch ein Video für die neue Platte drehen.
Möchtest Du zum Abschluß noch
etwas sagen?
Erst mal vielen Dank für das
Interview. Wenn ihr noch mehr Infos über Crisis braucht, checkt
einfach:
www.crisisneverends.de
www.beniihana-records.com
www.penguinscollapse.net
oder kontaktiert uns über unsere
Seite auf My Space: www.myspace.com/crisisneverends